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TU Berlin

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Umweltschutz im Krankenhaus

Machbarkeitsuntersuchung über nachhaltiges Wirtschaften

environmental protection in hospitals feasability study on sustainable economy


Zeitraum: 01.9.1998 - 30.8.1999

Abstract

The goal of the project is to name the fields of research, development and problems to improve the environmental situation in German hospitals. In different workshops as example basic points and priorities of research have been collected and discussed with suppliers and users of medical products. Especially taken into consideration were hereby innovation promotive factors with a high potential of acceptance in hospitals.

Ziel

Ziel des Projektes war, Forschungs-, Entwicklungs- und Problemfelder zur Verbesserung der Umweltsituation in deutschen Krankenhäusern zu benennen. Exemplarisch wurden mit Anbietern und Anwendern von Medizinprodukten in verschiedenen Workshops Ansatzpunkte und Forschungsprioritäten gesammelt und diskutiert. Besonders berücksichtigt wurden dabei Innovation fördernde Faktoren mit hohem Akzeptanzpotenzial in Krankenhäusern.

Beschreibung

In der Machbarkeitsuntersuchung sollte die ökologische Situation in deutschen Krankenhäusern analysiert und mit den organisatorischen Strukturen sowie den personellen und ökonomischen Voraussetzungen in Verbindung gebracht werden. Der Schwerpunkt lag auf Abfallwirtschaft und Abfallvermeidung. Dabei galt es, Ansatzpunkte für gezielte und möglichst kurzfristig umzusetzende Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltschutzes herauszuarbeiten. Aus diesen Ansatzpunkten wiederum sollte der entsprechende Forschungs- und Entwicklungsbedarf abgeleitet werden.
Auf der Basis neuester Forschungsergebnisse wurden folgende Schwerpunkte behandelt:

  • Erstellung eines Überblicks zum klassischen Ansatz medienbezogener Umweltschutzmaßnahmen (Wasser, Energie, Abfall, etc.)
  • Analyse der umweltrelevanten Spezifika von Krankenhäusern
  • medienübergreifende Analyse der Instrumente eines integrierten Umweltschutzes
  • produktbezogene Analyse des Spannungsfeldes zwischen Herstellern und An-wendern am Beispiel von Medizinprodukten
  • Prozessorientierte Darstellung des deutschen Krankenhauses und die daraus resultierenden Voraussetzungen für wirksamen Umweltschutz.


Die empirische Basis für Ansatzpunkte und Forschungsprioritäten waren drei ganztägige Workshops, die unter dem Titel „Visionen beginnen mit Fragen“ mit den Akteursgruppen des Untersuchungsfelds, also mit Anwendern und Anbietern von Medi-zinprodukten aus unterschiedlichen Fachbereichen und hierarchischen Ebenen, durchgeführt wurden. Die Wahl dieser diskursiven Methode beruhte auf dem interdisziplinären und partizipativen Ansatz der Untersuchung.

Ergebnisse

Die Machbarkeitsuntersuchung zeigte, dass Umweltschutzmaßnahmen in deutschen Krankenhäusern bislang kaum umgesetzt werden. Es sind zwar Ansatzpunkte vorhanden, diese reichen jedoch für eine wirksame Verbesserung des Umweltschutzes nicht aus. Auf dem Markt stehen zudem kaum Medizinprodukte zur Verfügung, die nach ökologischen Gesichtspunkten entwickelt wurden. Der aus der Untersuchung abgeleitete Forschungs- und Entwicklungsbedarf (F&E-Bedarf) muss in engem Zusammenhang zu den Akteuren gesehen werden. Strategisches Resümee ist daher, die vorhandenen Human Resources vom Produktentwickler bis zum Anwender (Kunden) im Krankenhaus in der Forschung und Entwicklung zu nutzen.
Insbesondere hinsichtlich der Medizinprodukte besteht F&E-Bedarf. Dabei steht die Koordination der vielfältigen Produktanforderungen im Vordergrund, die sowohl um den Umweltschutzaspekt zu erweitern sind als auch mit den Anforderungen der Anwender abgestimmt werden müssen. Auch bei der Produktgestaltung ist die Erforschung und Entwicklung von innovativen, umweltgerechten Materialien sowie Erzeugnissen, die auf bereits erhältliche oder auf neu zu entwickelnde Produkte zurückgehen, zu forcieren. Der Bedarf ist sowohl produktspezifisch als auch -übergreifend zu sehen.
Zusätzlich ist die ökologische Situation im Krankenhaus durch einen medienübergreifenden Ansatz zu optimieren. Hier besteht vor allem Bedarf an Maßnahmen zur Implementierung von Umweltschutz, die über die Reduzierung von Belastungen einzelner Medien wie Abfall oder Wasser hinausgehen. Geschaffen werden müssen v. a. Anreizfaktoren und Methoden zur Einführung und Umsetzung von Umweltschutz. Dies muss vor dem Hintergrund der Heterogenität der deutschen Krankenhäuser geschehen. Dazu ist die Forschung zur Datenermittlung und Kennzahlenbildung notwendig. Informationssysteme und Instrumente zur Datenermittlung sind ebenso notwendig wie Anpassungen in der Arbeits- und Organisationsentwicklung. Realisierbar wird dies durch Konzepte für die krankenhausinterne und übergreifende Kommunikation in Form von Netzwerken. Ergänzend besteht Bedarf im medienbezogenen und allgemeinen Umweltschutz. Darüber hinaus sind Veränderungen in den Bereichen Technik, Recht und Ökonomie zu nennen.

Projektmitarbeiterinnen

Dipl. Pol. Iris Löhrmann
Dipl.-Ing. Annegret Dickhoff
Dipl.-Psych. Petra Schmid

Das Projekt wurde finanziert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Zusatzinformationen / Extras

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