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TU Berlin

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Forschungsprojekt: Der wissenschaftliche "Mittelbau" an deutschen Hochschulen - Zwischen Karriereaussichten und Abbruchtendenzen

Eine empirische Studie an drei Universitäten (Oldenburg, TU Berlin, Jena) zur Arbeitssituation des wissenschaftlichen Mittelbaus bzw. aller Promovenden im Auftrag von ver.di, Bundesfachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung biwifo.verdi.de.

Laufzeit: 1.7.2007 bis 31.8.2008

Endbericht: "Der wissenschaftliche Mittelbau an deutschen Hochschulen - Zwischen Karriereaussichten und Abbruchtendenzen"

Dazu fand am 27.Februar 2009 an der TU Berlin auch eine gut besuchte Tagung von uns in Kooperation mit ve.rdi und HBS statt, siehe dazu unsere Tagungsseite. Weitere gewerkschaftliche Aktivitäten aus der Studie siehe z.B. die Kampagne von ver.di "Dr. Prekär? Mach mit!" und die "Berliner Initiativgruppe"

Gesamtkoordination und wissenschaftliche Beratung: Dr. Jürgen Rubelt, Kooperationsstelle Wissenschaft/Arbeitswelt an der Zentraleinrichtung Kooperation der TU Berlin
Tel.: (030) 314-21181
e-mail: J.Rubelt@zek.tu-berlin.de

Wissenschaftliche Durchführung: Dr. Dieter Grühn und Heidemarie Hecht, FU Berlin, Arbeitsbereich Absolventenforschung
www.fu-berlin.de/absolventenforschung

Wissenschaftliche Beratung und Koordination an der Friedrich-Schiller-Universität Jena: Dr. Boris Schmidt, Universitätsprojekt Lehrevaluation
www.ule.uni-jena.de

Koordination an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg: Harald Büsing, Kooperationsstelle Hochschule - Gewerkschaften
www.uni-oldenburg.de/kooperationsstelle


Hier gelangen Sie bis zum 5.Mai 2008 zum Online-Fragebogen, der auch als Papierversion zum Downloaden bereitsteht:
www.career.fu-berlin.de/mittelbaustudie.


Die Projektergebnisse werden in einer Broschüre veröffentlicht, im Internet präsentiert und werden Gegenstand einer größeren Tagung sein, die ver.di im Rahmen seiner Kampagne "Campus der Zukunft" ausrichtet.

Hintergrund

Abgebrochene Promotionen oder lange Promotionszeiten, keine oder unzureichende Betreuung, hohe Arbeitsbelastungen und umfangreiche unbezahlte Mehrarbeit, die die Möglichkeiten zur Promotion beschneiden, problematische Kommunikationsstrukturen in den Fachbereichen / Fakultäten, mangelnde Weiterqualifikationsmöglichkeiten und fehlende Unterstützung für die Kompetenzentwicklung, unsichere Karriereaussichten... . So und ähnlich lauten Beschreibungen der Arbeits- und Qualifikationsbedingungen des Akademischen Mittelbaus. Die geplante Studie soll, am Beispiel der Akademischen Mitarbeiter (Qualifikationsstellen, Drittmittelstellen, evtl. auch Lehrbeauftragte) von drei Hochschulen, einen Beitrag dazu leisten, diese Liste von Mängeln, Klagen und Beschwerden zu überprüfen, zu präzisieren und quantitativ besser einzuschätzen, um vor diesem Hintergrund - auch durch zu erfragende Vorschläge der "Betroffenen" selbst - Maßnahmen zur Verbesserung der Situation anzuregen.

Der gesellschaftspolitische Kontext muss nicht weiter erörtert werden, ist doch offensichtlich, dass die Missstände in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu einer Schwächung des Wissenschaftssystems insgesamt führen. So wird in dem Diskussionskontext bereits die These "gehandelt", die schlechten Arbeitsbedingungen des Akademischen Mittelbaus führten dazu, dass durch Prekarisierungstendenzen im Bereich des Akademischen Mittelbaus, dem "Wissenschaftssystem die "fähigsten" Köpfe" verloren gingen. Und es fehlen weitgehend- neben systematischen Betreuungsansätzen für die wissenschaftliche Weiterqualifizierung z.B. in strukturierten Promotionsprogrammen - Konzepte und Angebote zur Vorbereitung der jungen wissenschaftlichen Mitarbeiter auf außeruniversitäre, außerwissenschaftliche Berufskarrieren. Und, wie nachfolgende Zahlen zeigen, handelt es sich nicht um ein nur marginales Problem:

  • Die Zahl der Wissenschaftlichen Mitarbeiter wird in Deutschland auf ca. 100.000 geschätzt, damit trägt diese Gruppe den größten Teil der Lehre und der Forschung an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstituten.
  • Die Zahl der jährlichen Promotionen wird mit ca. 20.000 angegeben.
  • Es existieren insgesamt ca. 20.000 post-doc-Stellen.
  • Jährlich werden ca. 2000 Habilitationen abgeschlossen.
  • Ca. 90% der jungen wissenschaftlichen Mitarbeiter haben danach keine längerfristige berufliche Perspektive innerhalb der Hochschule.
  • Die Abbruchquoten und Dunkelziffern sind nicht bekannt.
  • Betreuung und Beratung der jungen wissenschaftlichen Mitarbeiter werden als problematisch angesehen.
  • Möglichkeiten für eine systematische Vorbereitung auf und Weiterqualifizierung für außerwissenschaftliche Berufsverläufe fehlen.



Es werden folgende Themengebiete bei der Befragung (Online Befragung) erforscht:

  1. soziale Lage, Demografie, Art und Dauer der Beschäftigung incl. vertragliche Arbeitszeit und Befristung, Kinderwunsch, Fachgebiet/Fachgruppe, höchster bisheriger Abschluss, Stand der Promotion/Habilitation
  2. Gründe für Aufnahme einer Tätigkeit am "Arbeitsplatz Hochschule"
  3. (rückblickende) Einarbeitung in den "Arbeitsplatz Hochschule" mit verfügbaren Ressourcen
  4. IST-Zeitaufteilung für Tätigkeitsprofil am "Arbeitsplatz Hochschule"
  5. Aspekte der Arbeitsmotivation
  6. aktueller Stand der Promotion/Habilitation mit Gründen für Aufnahme dieser sowie Einschätzung etwaiger Abbruchtendenzen und Betreuung durch Vorgesetzte/-n resp. Promotionsbetreuer/-in
  7. Einbettung in die Scientific Community, ein Netzwerk; Auslandserfahrungen
  8. Weiterbildung am "Arbeitsplatz Hochschule"
  9. Zukunftspläne und (eingeschätzte) Zukunftsaussichten
  10. Rolle und Potenzial von Gewerkschaften
  11. Verbesserungsvorschläge (insgesamt oder zu einzelnen Themengebieten)
  12. Gesamtbewertung der Arbeitssituation

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

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