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Studierende müssen Rechte am Arbeitsplatz kennen / DGB-Jugend und ZEK starten Beratung an der TU
DGB-Jugend und ZEK starten Beratung an der TU Die Erwerbstätigkeit unter Studierenden nimmt seit Jahren zu. 70 % der 140.000 Berliner Studierenden gehen neben ihrem Studium einer Arbeit nach. Aktuelle Untersuchungen machen die Sicherung des Lebensunterhaltes als entscheidendes Motiv für studentische Erwerbstätigkeit aus. Deshalb sehen es die DGB-Jugend Berlin-Brandenburg und die Zentralstelle Kooperation (ZEK) an der TU als notwendig an, sich mit einem gemeinsamen Beratungsangebot an die studentischen Erwerbstätigen zu richten.
Für die Gewerkschaften, so die stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende von Berlin und Brandenburg, Doro Zinke, gebe es einen eklatanten Widerspruch zwischen der ökonomischen Bedeutung studentischer Erwerbsarbeit und der teilweise skandalösen Behandlung studentischer JobberInnen: „Viele ganz selbstverständliche Angebote wären doch ohne die jobbenden Studierenden gar nicht denkbar“. Aber genauso wenig denkbar sei es offensichtlich für viele Arbeitgeber, Studierenden Rechte als ArbeitnehmerInnen einzuräumen: „Als Gewerkschaften wollen wir natürlich das Bewusstsein für die eigenen Rechte stärken und die Situation studentischer JobberInnen verbessern“, so Zinke.
Viele erwerbstätige Studierende, so Zinke weiter, wüssten zu wenig über ihre Rechte als ArbeitnehmerInnen: „Studentische Beschäftigte haben genau wie alle anderen ArbeitnehmerInnen beispielsweise ein Recht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und natürlich gilt auch das Kündigungsschutzgesetz. Allerdings ist das den wenigsten bekannt“. Man wolle ein kompetentes und kostenloses Angebot für die Studierenden schaffen, von denen immer mehr auf den Job neben dem Studium angewiesen seien. Räumlich angebunden ist das Beratungsbüro an die Zentralstelle Kooperation (ZEK) an der TU.
Die DGB-Jugend knüpft mit diesem Beratungsmodell für studentische JobberInnen an die guten Erfahrungen an, die bereits seit 2003 mit dem HU.BER.NET., dem Beratungsbüro an der Humboldt-Universität, und seit April 2006 mit dem CampusOffice an der Freien Universität existieren.
Das vorerst für fünf Stunden pro Woche geöffnete Büro befindet sich im Gebäude der TU, Franklinstraße 28/29, Raum 7.001. Speziell qualifizierte BeraterInnen erwarten die Ratsuchenden ab dem 17.10.2006; die Sprechzeiten sind zu ersehen unter
http://www.campustour.info
Quelle: http://www.berlin-brandenburg.dgb.de/article/articleprint/4822/-1/348/
